Was evangelische Schulen ausmacht

 

 

Evangelische Schulen nehmen am öffentlichen Leben teil

 

Evangelische Schulen sind öffentliche Schulen. Der Bezug zum gesellschaftlichen Umfeld wird durch Kontakte zu kommunalen Verantwortungsträgern, z. B. durch Beteiligung an kirchlichen und kommunalen Festen, durch Präsenz auf Märkten und bei Veranstaltungen ebenso wie durch Tage der offenen Tür wirkungsvoll wahrgenommen.

 

 

Kinder und ihre Eltern im nicht Vertrauten beheimaten

Familien, die in evangelischen Schulen erstmalig der Vielfalt des christlichen Glaubens begegnen, werden rücksichtsvoll in seine Bewegung und Gestaltung in Schulalltag und Schulgemeinschaft hineingenommen. Enge Kontakte zu einer Kirchgemeinde, Gottesdienste, Andachten und gemeinsam vorbereitete Veranstaltungen vertiefen diese Annäherung.

In evangelischen Schulen werden die Geschichte des Christentums und die Wirkungsgeschichte des christlichen Glaubens vergegenwärtigt, christliche Werte situationsbezogen erschlossen und erlebt.


Christliches Menschenbild und Reformpädagogik berühren sich

Die Seele der evangelischen Schulen ist das christliche Menschenbild: Jeder Schüler/ jede Schülerin ist Gottes einzigartiges, würdevolles Geschöpf. Jeder soll sich selbst, seine Begabungen und Möglichkeiten entdecken und bei deren Entfaltung und Entwicklung begleitet werden.

Orientierung dafür geben Reformpädagogen wie Maria Montessori, Peter Petersen und Celestin Freinet. Zudem werden die erfahrungsgefüllten biblischen Erzählzusammenhänge und christlichen Symboltraditionen so in die schulischen Lebens- und Lernzusammenhänge eingebracht, dass sie als Schlüssel zur Wirklichkeit und als Sinnorientierung erlebt werden.


Im Haus des Lebens und Lernens

Die Lernenden werden als Partner in die Gestaltung des Schullebens und in die Profilierung der Schule einbezogen. Sie sind an fächerübergreifenden Projekten, besonderen Veranstaltungen und an dem Schulgeschehen als Ganzem beteiligt.

Schülerzeitungen, Diskussionen, Schülerparlamente oder Schülervertretungen spiegeln wider, wie sie dieses bereichert und bildet und wie sie ihre Wertschätzung erleben.


Gleichberechtigte Partner im lebensnahen Kontext des Schulalltags

Kinder und Jugendliche sollen lernen, sich in individuellen und gesellschaftlichen Lebenssituationen verantwortlich verhalten zu können. Bewusst werden Orientierungspunkte dazu im Schulalltag gesetzt.

Gegenseitige Achtung und echte Partnerschaft mit den Erziehenden und im schulischen Umfeld lässt sie gleichermaßen Geborgenheit und Verantwortung erleben.


Nicht der Unterricht erzieht, sondern die Unterrichtenden

„Der gute Lehrer erzieht... durch sein bloßes Dasein, er muss nur ein wirklich existenter Mensch sein und er muss bei seinen Schülern wirklich gegenwärtig sein; er erzieht durch Kontakt.
Kontakt ist das Grundwort der Erziehung.” Martin Buber

In ihrer anspruchsvollen Aufgabe werden die pädagogischen Fachkräfte der evangelischen Schulen durch Beratung und Begleitung, Fort- und Weiterbildungen, Erfahrungsaustausch, Supervision und durch Gesprächsangebote zu Fragen des christlichen Glaubens und Lebens unterstützt.


Verantwortung lernen, Ansprüche stellen, Orientierung finden

Evangelische Schulen wollen gute Schulen sein. Vorrang in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen haben die Entwicklung der eigenen Identität und die Achtung der Andersartigkeit anderer. Akzeptanz und Toleranz, Verzicht auf Gewalt und die Bereitschaft zu Annahme und Vergebung helfen, sich im Schulalltag als aktive Partner zu erkennen und zu erleben.

Die Verantwortlichen in den Schulen wollen den Schülerinnen und Schülern helfen, die Welt zu verstehen und sich in ihr zurecht zu finden, um sich selbst verantwortlich verhalten zu können.


Eltern sind die Initiatoren der Schulgründungen

Eltern bilden Schulgründungsinitiativen und konstituieren Fördervereine. Sie beteiligen sich an der Erarbeitung und Fortschreibung der Schulkonzeption. Sie beraten und entscheiden in den Gremien der Schule und auch der Schulstiftung mit. Teilweise unterstützen sie Unterrichtsprozesse und bieten Arbeitsgemeinschaften an.

Ihre und die Schule ihrer Kinder soll ein Haus des Lebens und des Lernens sein.


Finanzierung

Zur Finanzierung der Arbeit stehen der Schulstiftung zur Verfügung:

1.     Zuschüsse und sonstige ausdrücklich zum Verbrauch bestimmte Zuwendungen, insbesondere nach dem jeweils geltenden staatlichen Schulfinanzierungsrecht;

2.     Schul- und sonstige Benutzungsgebühren;

3.     Zuwendungen und Beiträge von öffentlicher, kirchlicher und privater Seite;

4.     Erträge des Stiftungsvermögens;

5.     Fremdmittel.

Copyright © . Alle Rechte vorbehalten.